GALERIE Anke Zeisler
 
 
 
Karin Ohlsen
aus der Serie ngg
2004
Öl auf Leinwand
120 x 140 cm

Preis:
Anfrage



aus der Serie Boot
2003
Öl auf Leinwand
120 x 100 cm

Preis:
Anfrage



aus der Serie Boot
2003
Öl auf Leinwand
100 x 120 cm

Preis:
Anfrage



aus der Serie Boot
2003
Öl auf Leinwand
100 x 120 cm

Preis:
Anfrage



ohne Titel
2007
Öl auf Leinwand
100 x 120 cm


Preis:
Anfrage



aus der Serie Orte
2013
Öl auf Leinwand
120 x 100 cm


Preis:
Anfrage




Biografische Angaben

1937 in Dessau geboren
1985-88 Studium an der Fachhochschule für Gestaltung Hamburg
lebt und arbeitet in Hamburg

K a r i n O h l s e n malt auf der Schwelle zwischen Gegenstand und Abstraktion. Wenn sie im Rahmen ihrer gegenstandsbezogenen Serien, die sie Orte, Bäume, Berge oder Boote nennt, die Schwelle in Richtung Abstraktion überschreitet, gewinnt etwas an Oberhand, das anders, vielleicht auch stärker im Fluss der Zeit an Bedeutung gewinnt und behalten kann. Gemeint ist: "Jeder ist der letzte Zeuge für etwas, das mit ihm unwiderruflich untergeht. Die modernen Speichermedien helfen da nichts, denn sie bewahren äußere Spuren, nicht innere Zustände auf." (Rüdiger Safranski) Vielleicht deshalb lieben wir die Malerei ...
Die Farben mischt die Malerin mit Pigmenten und Leinöl selbst. Ist die Farbe hergestellt, trägt sie diese mit dem Spachtel, nie mit dem Pinsel, auf. Auch daher dieser Charakter ihrer Malerei: Das mitunter etwas Brüchige, das absichtsvoll Gelenk-Ungelenke, das auf der Leinwand wächst – organisch und tektonisch zugleich anmutend. Dazu muss man wissen, dass Karin Ohlsen sehr viel Zeit braucht für ein Bild. Nicht nur, weil das Leinöl der frisch hergestellten Farben lange zum Trocknen braucht und sie dann in Schichten arbeitet. Ist etwas Zeit vergangen, betrachtet sie das Bild neu und beginnt mit einem weiteren Abschnitt des Malens. Farbe wird herunter genommen, es wird etwas gekratzt, um die darunter liegende Schicht zum Vorschein zu bringen. Und es kommt vor, das andere Stellen neu übermalt werden. Das Spiel mit den Farbschichten erweist sich auch als Spiel mit unterschiedlicher Zeit. Man denke daran, dass die physisch sichtbaren Zeitebenen auf dem Bildgrund nicht ohne den Fortgang der Lebenszeit, Prozessen der Wahrnehmung und der Seele einhergehen.
Und so ist ein Kunstwerk – wer wollte das bestreiten – nicht allein Spur, sondern Ausdruck eines jener inneren Zustände, von denen Safranski spricht ...

© 2016 Anke Zeisler
 
 

Galerieblatt 2016
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